Mit dieser speziellen Methode soll der Zitronenbaum das ganze Jahr über Früchte tragen. Die Anleitung basiert auf einer Form der Luftableger-Technik (Absenker am Stamm) kombiniert mit weiteren Schritten.
So funktioniert die Methode
1. Einschnitte am Stamm Am Stamm des Zitronenbaums mehrere parallele Einschnitte machen und die äußere Rinde/Holzschicht an der Vorderseite ablösen, sodass das darunterliegende Gewebe freiliegt. Die Rückseite unversehrt lassen.
2. Umwickeln Eine spezielle pflanzliche Masse (z. B. feuchtes Moos oder ähnliche organische Substanz) um die freigelegte Stelle wickeln und fest andrücken. Mit Plastikfolie umhüllen und oben sowie unten gut verschließen, damit nichts herausläuft. Zusätzlich mit robustem Garn fixieren.
3. Warten Die Umwicklung einige Monate (ca. 2 Monate) am Stamm belassen. In dieser Zeit sollen sich Wurzeln im Inneren der Umhüllung bilden.
4. Abtrennen und eintopfen Unterhalb der umwickelten Stelle den Stamm abschneiden. Die Umhüllung öffnen – darin sollten sich Wurzeln gebildet haben. In einen großen Topf setzen: Unten Laub oder Kokosfasern, darüber Erde, den bewurzelten Stammteil einsetzen und die neuen Wurzeln mit Erde bedecken.
5. Weitere Schichten Die Erde mit einer dicken Schicht Reiskleie bedecken und diese wieder mit Erde abdecken. Gut angießen. Äste und Blätter stark zurückschneiden, damit die Pflanze sich auf die Bewurzelung konzentriert.
6. Zwiebeln und weitere Pflege Nach ca. 2½ Monaten, wenn Wurzeln sichtbar werden, Zwiebelstücke auf die Erde legen und mit Erde bedecken. Reichlich gießen. Nach weiteren Monaten soll die Pflanze blühen und später Früchte tragen. Die Zitronen werden zunächst grün und reifen dann zu einem intensiven Gelb.
Hinweise
Diese Methode ist eine sehr aufwendige und ungewöhnliche Variante der Vermehrung bzw. Verjüngung. In der klassischen Gartenpraxis wird eher die klassische Luftableger-Technik (mit feuchtem Sphagnum-Moos) oder die Vermehrung über Stecklinge empfohlen. Die zusätzlichen Schritte mit Reiskleie und Zwiebeln gehören zu volkstümlichen Tipps und sind nicht wissenschaftlich belegt.
Mit Geduld und sorgfältiger Durchführung soll der Baum laut Artikel über Monate hinweg kräftig wachsen und Früchte bilden.